
Wie alle anderen Lebensbereiche entwickelt sich auch die Fitness-Welt weiter, was in neuen Trends und Erkenntnissen sichtbar wird. So zeigte sich auch auf der kürzlich in Köln stattgefundenen FIBO-Messe, dass neben dem verstärkten Einsatz von Digitaltechnik funktionelles Training und vor allem das Trainingsmodell „Hyrox“, bei dem sich Laufen und Workouts abwechseln, immer mehr Fitnessbegeisterte für sich gewinnt. Anders als beim klassischen Gerätetraining sind bei Hyrox auch Wettkämpfe möglich, was für viele einen zusätzlichen Ansporn bedeutet. So gab es auf der diesjährigen FIBO eine eigene Hyrox-Halle, in der über 1.000 Menschen gemeinsam um die Wette schwitzten.
„Trends in der Fitnesswelt gehen auch am timeout nicht vorbei“, weiß Wolfgang Hüsgen, Leiter des Uerdinger Fitness & Gesundheitscenters. „Auch bei uns ist Training in den letzten Jahren immer häufiger funktionell. Das heißt, Übungen beziehen sich weniger auf einzelne Muskelgruppen, sondern werden komplexer und beziehen den gesamten Körper ein“, so Hüsgen. „Das tut ja auch Hyrox, wo sich Laufstrecken von je einem Kilometer mit funktionellen Trainingseinheiten wie Schlittenschieben, Rudern oder Medizinballwerfen abwechseln. So kann man zugleich Kraft, Ausdauer und mentale Stärke trainieren.“

Für Wolfgang Hüsgen macht das Training einzelner Muskelgruppen Sinn, um gezielt Schwachstellen auszugleichen oder Muskeln nach Verletzungen wieder aufzubauen – oder als Trainingsprogramm für Fortgeschrittene, die besondere Wachstumsreize setzen wollen. Für die Bewältigung des Alltags ist es aber wichtig, den Körper als Ganzes fit und beweglich zu erhalten. „Dass Muskelkraft und Beweglichkeit enorm wichtig sind, wird in der Fachwelt immer mehr anerkannt“, berichtet der timeout-Leiter. So sagte etwa der bekannte Sportwissenschaftler Ingo Froböse: ‚Wer nicht fünfmal ohne Zuhilfenahme der Hände von einem Stuhl aufstehen kann, ist auf dem Weg zum Pflegefall!‘
„Da kann ich Professor Froböse nur voll und ganz Recht geben“, betont Hüsgen. „Wer beweglich bleibt, beugt Schmerzen und vielen gesundheitlichen Problemen vor. Das Volksleiden Rückenschmerzen zum Beispiel hängt mit Muskulatur-Verkürzungen aufgrund mangelnder Bewegung zusammen.“ Dabei haben laut dem Fitness-Experten nicht nur diejenigen Probleme, die sich kaum oder gar nicht bewegen, sondern auch Menschen, die sich sehr einseitig bewegen – wie zum Beispiel viele Handwerker, die in ihrem Beruf immer gleiche Bewegungsabläufe ausführen. „Das ist auch ein Grund dafür, dass Training für uns immer passgenau sein sollte“, erklärt der timeout-Leiter. „Was dem einen hilft, kann für den anderen sogar schädlich sein.“
Die Basis für passgenaues Training ist im timeout eine gründliche Fitness-Analyse, bei der unter anderem Körperzusammensetzung, Rumpfkraft, Mobilität und Koordination getestet werden. Wobei Erfahrungswerte zunehmend datenbasiert unterstützt werden. „Für viele ist es verständlicher, etwas schwarz auf weiß vor Augen zu haben, und sich daran orientieren zu können“, erläutert Wolfgang Hüsgen seine Erfahrungen. „Nach einem ersten Trainingszeitraum machen wir dann eine zweite Analyse, um zu sehen, welcheTrainingsziele bereits erreicht wurden und welche nicht.“

Der Trainingserfolg hängt von Hüsgen allerdings nur zum Teil vom Training selbst ab. Faktoren wie Lebensumfeld, Stress und Ernährung sind mindestens ebenso wichtig. Und dabei geht es nicht nur darum, weniger Fett und Zucker zu sich zu nehmen. Auch wer seine Ernährungsgewohnheiten vermeintlich in Richtung Gesundheit verändert, kann Trainingsziele verfehlen: „Wer nur Salat isst, kann zum Beispiel keine Muskeln aufbauen. Da verpuffen die Anstrengungen leider“, so Hüsgen. Für den Fitnessexperten ist Geduld eine sehr wichtige Eigenschaft für alle Trainierenden. „Jedes große Ziel erreicht man in kleinen Schritten. Es macht keinen Sinn, sich den großen Berg vor Augen zu führen, den man erklimmen möchte. Es geht nur immer um den nächsten Schritt. Ob die Richtung dabei stimmt, prüfen wir bei unseren regelmäßigen Fitnesstests.“ Und für Hüsgen geht es nicht darum, verbissen seine Ziele zu verfolgen. „Manchmal hilft es auch, einfach das Kind in sich zu wecken: Geh doch mal auf einer Linie oder balanciere auf einem Mäuerchen! Das ist eine schöne Ergänzung zum Sensorikpfad bei uns im Studio. Kinder machen so etwas ganz von selbst, und man sollte sie auf keinen Fall davon abhalten. Wir Erwachsenen müssen diese kindliche Leichtigkeit vielleicht wieder etwas lernen!“
Bewegung spielerisch in den Alltag einzubauen, ist für Wolfgang Hüsgen in jedem Alter ein schöner Weg, sich fit und gesund zu erhalten. „Wer nichts für seinen Körper tut, für den wird das Leben mit 66 Jahren leider nicht anfangen, weil er nicht mehr fit genug sein wird, seine Rente zu genießen“, ist er überzeugt. Im Grunde sollten wir alle Lifetime Fitness Member sein. Training ist fürs Leben. Zum Glück kommt diese Botschaft bei immer mehr Menschen an!“
timeout Fitness & Gesundheitscenter
Löschenhofweg 70
47829 Krefeld-Uerdingen
Telefon: 02151 – 444 6 333
timeout-krefeld.de
Fotos: Lucas Coersten

