
Wer verreist, erlebt viele neue Eindrücke. Man trifft neue Menschen, probiert neues Essen und findet vielleicht sogar neue Freunde. Doch davor braucht es in der Regel ein paar Tage zur Orientierung. Wo sind die Sehenswürdigkeiten? Welches Restaurant ist gut? Und an welchen Freizeitangeboten der Ferienanlage möchte ich teilnehmen?
Ähnlich wie bei einer Reise kann es auch Orientierungszeit brauchen, wenn man im Alter in eine seniorengerechte Wohnung umzieht. Marlies und Karl-Heinz Filipczyk sind im Februar nach über 20 Jahren aus ihrer Wohnung aus- und in das Bellini-Quartier für Senioren eingezogen. Ihren 57. Hochzeitstag haben sie schon in der neuen Wohnung „Am Schirkeshof“ gefeiert. „Er hat da studiert, wo ich damals gelebt habe, und da habe ich ihn mir geangelt“, beschreibt Marlies Filipczyk die erste Zeit als Paar. Beide seien in ihrem Leben sportlich sehr aktiv gewesen, erzählt die 83-jährige. „Ich habe früher richtig Wettkämpfe in Leichtathletik gemacht“, ergänzt ihr 88 Jahre alter Mann. „1.500 Meter war meine Strecke!“ Auch an den deutschen Meisterschaften habe er teilgenommen, sagt er stolz. Und auch Marlies Filipczyk habe immer viel Sport getrieben. Über Jahre sei sie mit einer Frauengruppe regelmäßig 7,5 Kilometer gelaufen. Bis vor kurzem habe sie sogar noch Tennis gespielt, berichtet sie begeistert.

Doch dann hatte sie einen Unfall, der das Leben des Paares veränderte. Der Unfall habe einen doppelten Bruch zur Folge gehabt, auf den eine komplizierte Heilungsphase gefolgt sei, erklärt sie. Nach dem Aufenthalt in verschiedenen Krankenhäusern sei sie während der Heilungsphase in der Senioren-Residenz Krefeld, eine der Pflegeeinrichtungen von Bellini, zur Pflege gewesen, sagt Marlies Filipczyk. Auch ihr Mann habe während ihrer Genesung von dem Angebot der Residenz profitiert, sagt sie. Er habe dort mittags gegessen.
Nach der Ruhezeit und einigen Physiotherapieeinheiten konnte das Paar in eine Wohnung des Bellini-Senioren-Quartiers umziehen und damit in ein selbständiges Leben zurückkehren. „Es ist besser, aber noch nicht alles, wie es müsste“, beschreibt Marlies Filipczyk ihre Genesung. Sie traue sich noch nicht ohne Stock raus und könne noch nicht richtig gehen. Dennoch gehe sie mit ihrem Mann regelmäßig spazieren und mache die Übungen, die ihr der Physiotherapeut gezeigt habe, auch manchmal ohne Anleitung. Doch an das Tennisspielen kommt das nicht ran. „Es hat mich am meisten betrübt, dass ich nicht mehr Tennis spielen kann nach dem Unfall“, sagt die Seniorin traurig.
„Wir können gemeinsam etwas anderes suchen“, sagt die Einrichtungsleitung Sandra Trispel mitfühlend. Sie berät Frau Filipczyk, dass man weitere Physiotherapie beantragen könne. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, das Sportprogramm von Fitnesstrainer Jannik Jost zu buchen, erklärt die Leitung. Der Trainer bietet seine Übungen nicht nur in der Seniorenresidenz an, sondern auch zweimal im Monat für die Menschen aus den Quartierwohnungen.
Viele Angebote der Pflegeeinrichtung, die direkt neben den Seniorenquartieren liegt, können auch die Menschen nutzen, die im Quartier zur Miete wohnen. So steht das Bellini-Team beratend zur Seite und unterstützt zum Beispiel bei behördlichen Angelegenheiten oder bietet fachliche Beratung zur Pflegebedürftigkeit und Hilfsmittelbeantragung. Die Filipczyks gehen beispielsweise zum Mittagessen rüber in das Restaurant der Seniorenresidenz. „Das Essen ist hier ganz prima“, freut sich Karl-Heinz Filipczyk. Und wenn das eigene Essen doch besser schmeckt, ist in den Wohnungen Platz für eine Küche. Das Prinzip sei, in den Wohnungen so viel Unterstützung zu bieten, wie nötig, aber so viel Freiheit zu lassen, wie möglich, erklärt Trispel. Auch beim Pflegedienst liege die Wahl bei den Seniorinnen und Senioren.

So kommen bei den Eheleuten Filipczyk morgens Pflegekräfte, die zum Beispiel beim Anziehen der Socken unterstützen und die Tabletten bringen. Auch den Putzservice nehmen die beiden in Anspruch. „Aber nicht im Schlafzimmer“, betont Marlies Filipczyk. Das sei ihr zu privat.
So kann das Ehepaar auch nach dem Unfall den Alltag selbstbestimmt gestalten. Beim Mittagessen seien schon erste Kontakte entstanden, sagt Frau Filipczyk. Aber ihre alte Heimat Grefrath vermisse sie dennoch. Wenn sie sich wieder sicherer bewegen könne, dann wolle sie mit der nahegelegenen Straßenbahn nach St. Tönis oder in die Krefelder Innenstadt fahren und die Umgebung erkunden. Man könne auch im Clubraum des Quartiers mit anderen Mieterinnen und Mietern in Kontakt kommen, schlägt Trispel vor. Und auch zu den Veranstaltungen der Seniorenresidenz seien alle aus dem Quartier herzlich eingeladen. Für das Ehepaar steht bereits der erste Termin im Kalender. „Das Sommerfest, das machen wir mit!“, sagt Marlies Filipczyk und weiß genau, dass sich ihr Mann auf die Grillwurst dort freut.
Und so ist es wie bei jeder Reise. Erst muss man sich orientieren, um das perfekte Angebot für sich zu finden. Dabei und bei anderen Herausforderungen hilft das Bellini-Team jederzeit.
BELLINI Senioren-Residenz Krefeld GmbH
Am Schirkeshof 6
47804 Krefeld
Telefon: 02151 – 73770
bellini-seniorenresidenzen.de/senioren-residenzen/krefeld.html
Fotos: Felix Burandt

