Bader.Hören

Meister für die Ohren

Der gebürtige Thüringer Marius Bader ist seit 2018 Hörakustiker-Meister.

Moderne Hörsysteme verbessern nicht nur das Verstehen von Gesprächen, Filmen und Audio-Beiträgen – sie steigern auch und vor allem die Lebensqualität und ermöglichen volle soziale Teilhabe. Die Hörakustik nimmt damit eine wichtige gesellschaftliche Rolle ein. Und deren Bedeutung wächst stetig, denn Deutschland wird immer älter – und damit erhöht sich automatisch der Bedarf nach professioneller Beratung und technischen Lösungen. Mit Hörakustik Bader gibt es nun eine weitere Anlaufstelle mitten in der Krefelder Innenstadt.

Tick, Trick und Track auf dem Unterschenkel, Duffy Duck und Kater Sylvester auf den Oberarmen. Auch zahlreiche japanische Anime-Figuren tummeln sich auf Marius Baders Haut. Knapp unterhalb seines Halses fliegt die Biene Maja – ein fröhliches Symbol für seine wenige Monate alte Tochter, die diesen Namen trägt. Der Tattoo-, Comic- und Computerspiel-Fan betreibt seit wenigen Wochen ein Fachgeschäft für Hörgeräte an der Königstraße/Ecke Angerhausenstraße in Krefeld. In einem komplett neugestalteten und modernisierten Ladenlokal, in dem zuvor Dessous verkauft worden waren, verhilft Bader zu einem besseren Hören.

Anders als viele andere Hörakustiker arbeitet
Bader herstellerunabhängig.

Mit seinen 33 Jahren bringt der Thüringer jede Menge Erfahrung mit. Nach seiner dreijährigen Ausbildung, die auch viele Wochen Blockunterricht an der bekannten Berufsschule für Hörakustik in Lübeck umfasste, machte er 2018 seinen Meister. „Wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen bin auch ich eher durch Zufall zu diesem Beruf gekommen“, erzählt er bei einem schmackhaften Kaffee aus seiner offenen „Hör-Bar“ im Eingangsbereich des Geschäfts. „Mein Opa trug selbst Hörgeräte und nahm mich eines Tages mit zur Anprobe.“ Die Tätigkeit der Fachleute habe ihm so gut gefallen, dass er sich für die Ausbildung entschied. Nach verschiedenen Stationenim Angestelltenverhältnis, die ihn zuletzt nach Duisburg und Krefeld führten, machte er dann seinen länger gehegten Wunsch von der Selbstständigkeit wahr.

Bader.Hören gehört keiner Kette an, sondern ist ein inhabergeführtes Fachgeschäft. „Ich arbeite Hersteller-offen“, betont der Meister. „Die individuellen Bedürfnisse der Kunden bestimmen die Wahl des Hörgeräts.“ Womit fühle ich mich wohl? Was brauche ich? Und passt die Technik auch zu meinem Budget? Diese und weitere Fragen klärt Marius Bader im Kundengespräch, das einige Zeit dauert. „Deshalb gibt es in unserer Branche auch weniger Laufkundschaft als in anderen“, sagt er. „Hörakustik-Beratung erfolgt in der Regel nach Terminvereinbarung.“

Seinen Beruf schätzt er, weil er eine technische und eine soziale Komponente verbindet.

Gleichwohl profitiert er von der prominenten Lage an der Einkaufsstraße: „Es haben sich schon zahlreiche Passanten in meinen Laden ,hineingetraut’“, erzählt er mit einem Lächeln. Der Thüringer verbindet eine offene-sympathische Art mit der hohen Kompetenz in seinem Fach. Er beschreibt es so: „Ich kann einen Beruf ausüben, der sowohl eine soziale als auch eine technische Komponente hat – das gefällt mir sehr.“

Meist kommen Menschen zu ihm, die aus unterschiedlichen Gründen, zum Beispiel wegen des fortgeschrittenen Alters, eben nicht mehr so gut hören können. Doch er kann auch bei Tinnitus helfen – „durch sogenannte Noiser, die ein sanftes Hintergrundgeräusch erzeugen, das das Gehirn sozusagen vom nervenden Tinnitus-Ton ablenkt“. Individuell angepasster Hörschutz ist ein weiteres Standbein des Handwerkers – für die Arbeiten in lauter Umgebung, fürs Schwimmen oder bei Schnarchern im Schlafzimmer.

In Krefeld fühlen sich Marius und seine kleine Familie sehr wohl. „Wirwohnen nur wenige Schritte vom Geschäft entfernt, in der Nähe des Schwanenmarkts.“ Außergewöhnlich ist, wie er und seine Frau, die aus dem Emsland stammt, auf Krefeld gekommen sind: „Wir haben eine Ort gesucht, vom dem aus wir unsere Familien möglichst leicht besuchen können.“ Und da die Verwandtschaft unter anderem in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Thüringen lebt, fiel die Wahl auf den Niederrhein. „Außerdem haben wir in Krefeld die für uns beste Wohnung gefunden“, sagt Marius Bader.

In den kommenden Wochen und Monaten will er nun seine Bekanntheit in Krefeld Stück für Stück erhöhen. Die ersten Kundinnen und Kunden stehen bereits in seiner Kartei. „Ich freue mich darauf, die Menschen in Krefeld und Umgebung kennenzulernen und ihnen bei Bedarf helfen zu können“, so Marius Bader. Noch ist er allein im Geschäft. Für das kommende Jahr plant er aber, eine Ausbildungsstelle anzubieten.

Bader.Hören
Königstraße 118
47798 Krefeld
Telefon: 02151 -94 98 799
E-Mail: info@bader-hoeren.de
bader-hoeren.de

Fotos: Felix Burandt
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