Theater Krefeld und Mönchengladbach

Das Premieren-Feuerwerk ist gestartet

Mit dem Schauspiel „Prima Facie“ und der Verdi-Oper „Otello“ ist die Spielzeit 2026/27 am Krefelder Theater gestartet. Die Premieren der zwei sehr unterschiedlichen Neuproduktionen fanden bei Zuschauerinnen und Zuschauern großen Zuspruch. In beiden geht es um große Emotionen und die gewalttätige Seite der menschlichen Natur. Hauptperson in Suzie Millers „Gerichtsmonolog“ ist eine erfolgreiche Strafverteidigerin, die selbst zum Opfer sexualisierter Gewalt wird. Auch Shakespeares Held Otello verliert im Laufe des Stücks immer mehr die Kontrolle, was von Giuseppe Verdi auf dramatisch moderne Weise komponiert und von Roman Hovenbitzer ebenso furios inszeniert wurde. Mit noch mehr Shakespeare geht es direkt am 8. Oktober weiter, wenn das Krefelder Theater das klassische Liebespaar Romeo und Julia als Oper auf die Bühne bringt. Alle Fans des englischen Altmeisters können sich zusätzlich auf die Festliche Operngala „Shakespeare in Love!“ am 5. Dezember freuen.

Vorher, am 3. Oktober, geht ein anderes, beeindruckendes Schauspiel an den Start: Cyrano de Bergerac, inszeniert von der jungen Niederländerin Anne Mulleners. Gespielt wird der romantische Held Cyrano von Carolin Schupa, die in dieser Spielzeit bereits das „Ein-Frau-Stück“ Prima Facie alleine bestreitet und darüber hinaus in „Jeeps“, „Die Übernahme“ und „Der kleine Horrorladen“ zu sehen ist. Die nächste große Inszenierung der Sparte Musiktheater, das Musical „Titanic“, hat am 30. Oktober Premiere. Hier dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf opulente Bilder und stimmgewaltige Chöre einstellen. Knapp drei Wochen vorher, am 11. Oktober, zeigt Ballettdirektor Robert North seine „getanzten Bilder“ KRMG.TANZ 4 zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Der Abend vereint zwei Choreografien, die auf unterschiedliche Weise von bildender Kunst inspiriert sind.

Große politische Aktualität hat das Schauspiel „Die Übernahme“ – mit Premiere am 22. November. Das vom Ensemble selbst entwickelte Stück befasst sich mit der Machtübernahme durch eine rechte Partei und ihre möglichen Auswirkungen auf Beruf, Privates und das öffentliche Leben. Vor allem an Kinder und Jugendliche richtet sich das Musical „Einhörner gibt es hier nicht“, das am 28. November Premiere hat. Dessen fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Diversität, Verantwortung und den Schutz der Natur ist allerdings auch für Erwachsene relevant. Musical-Autorin Susanne Sefing steht zugleich als schrulliger Waldbewohner „Trollpatsch“ auf der Bühne. Letzte Vorführung ist am 26. Dezember.

Und das ist noch lange nicht alles. Auch nach dem Jahreswechsel erwarten uns auf der Krefelder Theaterbühne spannende Premieren. Im Schauspielbereich sind das „Sturmhöhe“ (Wuthering Heights) und „Jeeps“ im Februar sowie „Dingens“ im März und „Wir sind noch einmal davongekommen“ im Juni. Die Musiktheatersparte präsentiert uns Ende Januar die Oper „Der Bajazzo“ und „Die verkaufte Braut“ im April. Das Ballettensemble tritt am 22. Mai zu KRMG.TANZ 8 an. Als Wiederaufnahmen folgen im März „La traviata“ und im April „Der kleine Horrorladen“.

Infos und Tickets unter theater-kr-mg.de

Oper „Romeo und Julia“ am 8. Oktober
KRMG.TANZ 4 am 11. Oktober
Musical „Titanic“ ab 30. Oktober
Schauspiel „Die Übernahme“ ab 22. November
Musical „Einhörner gibt es hier nicht“ ab 28. November
Operngala „Shakespeare in Love!“ am 5. Dezember
Musical „Trollpatsch“ bis 26. Dezember
KRMG.TANZ 8 am 22. Mai 2027

Fotos: Matthias Stutte
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