
Wenn Pflege plötzlich Teil des Alltags wird, stehen viele Familien oft von einem Tag auf den anderen vor einer völlig neuen Lebenssituation: Es geht um Pflegegrade, Anträge und Leistungen. Für viele ist das Neuland – häufig verbunden mit Unsicherheit und Überforderung. Genau hier setzt die KSB-Krefeld an. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen 14 Jahren zu einer wichtigen Anlaufstelle für Pflegeberatung und Alltagsbegleitung am Niederrhein entwickelt.
Seit fünf Jahren befindet sich das Büro der KSB-Krefeld an der belebten Kreuzung Rheinstraße Ecke Elisabethstraße in Krefeld. Das helle Ladenlokal mit großen Glasfassaden wirkt offen und einladend. Im Eingangsbereich stehen ein großer Tisch mit Stühlen, dahinter befindet sich eine Info-Rezeption. Die zentrale Lage sorgt für viel Laufkundschaft. „Immer wieder kommen Menschen spontan herein, weil sie wissen möchten, was wir genau anbieten“, erzählt Inhaber Carsten Breuer.
Dass er einmal im Pflegebereich arbeiten würde, habe sich mit der Zeit entwickelt, erklärt er. Der gelernte Einzelhandelskaufmann war früher unter anderem in einem Taxi- und Mietwagenunternehmen tätig. Erste Berührungspunkte mit dem Pflegealltag entstanden genau dort – durch Rollstuhltransporte. „Außerdem berichtete meine Schwiegermutter immer wieder aus ihrem Arbeitsalltag als Krankenschwester und Altenpflegerin. Diese Themen haben mein Interesse geweckt“, erinnert er sich.
Was einst als Ein-Mann-Unternehmen mit Büro in der eigenen Wohnung begann, ist heute ein etabliertes Unternehmen mit 17 Angestellten. Zehn Fahrzeuge sind täglich im Einsatz, um aktuell rund 300 Haushalte zu betreuen – mit steigender Tendenz. Im Portfolio der KSB-Krefeld stehen heute zwei Bereiche: die anerkannte Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 SGB XI sowie die Alltagsbegleitung, die die zeitweise Entlastung der pflegenden Angehörigen zum Ziel hat. Während die Alltagsbegleitung ausschließlich in Krefeld angeboten wird, ist die Pflegeberatung inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus möglich – unter anderem in Kempen, Moers, Duisburg und Düsseldorf. Vier der 17 Mitarbeiterinnen sind speziell geschult und ausschließlich im Bereich Pflegeberatung tätig.

„Während bei Pflegegrad 1 ein solcher Besuch freiwillig einmal jährlich möglich ist, sind bei höheren Pflegegraden regelmäßige Termine im Abstand von sechs oder drei Monaten gesetzlich vorgesehen“, so Carsten Breuer. Das deutsche Pflegesystem gilt für Laien als schwer durchschaubar. „Die Bürokratie ist umfangreich. Vielen Familien ist zunächst gar nicht bewusst, welche Unterstützung ihnen überhaupt zusteht“, erklärt er.
Während die gesetzlich vorgesehene Pflegeberatung von den Pflegekassen übernommen wird und vor allem dazu dient, Orientierung zu geben und zu informieren, kann die KSB-Krefeld auf Wunsch auch als Zusatzleistung beim Ausfüllen von Anträgen und im Kontakt mit Kranken- und Pflegekassen oder Behörden unterstützen. Auch finanziell spielt die Pflegeberatung eine wichtige Rolle: Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, müssen ab Pflegegrad 2 regelmäßige Beratungsbesuche nachweisen. Werden diese Besuche nicht wahrgenommen, kann das Pflegegeld gekürzt oder im Wiederholungsfall sogar entzogen werden.

Umso wichtiger ist eine persönliche und verständliche Begleitung, die sich nicht nach bürokratischer Pflicht anfühlt – denn es geht hierbei um sehr sensible Lebenssituationen. „Die Familien mit all ihren Fragen und Sorgen zu sehen und ihnen zuzuhören, steht bei uns im Mittelpunkt“, betont Carsten Breuer. Der direkte Kontakt mit den Menschen gehört für ihn zu den wichtigsten Teilen seiner Arbeit. Trotz seiner Rolle als Inhaber fährt er auch selbst regelmäßig Touren und begleitet pflegebedürftige Menschen im Alltag – eine Aufgabe, die ihm viel bedeutet: „Einen Mann habe ich über zwölf Jahre begleitet“, erzählt er. Solche langfristigen Beziehungen zeigen ihm immer wieder, wie wichtig Vertrauen und persönliche Nähe in der Pflege sind.
Die KSB-Krefeld versteht sich dabei vor allem als einfühlsamer Unterstützer im Alltag, der Familien entlastet und ihnen Schritt für Schritt Sicherheit im Umgang mit einer neuen Situation gibt. Die Kombination aus Pflegeberatung und Alltagsbegleitung sorgt dafür, dass sich Familien aufgefangen und gut begleitet fühlen. Denn am Ende geht es Carsten Breuer und seinem Team vor allem um eines: Menschen in einer oft belastenden Lebensphase nicht allein zu lassen.
KSB-Krefeld
Anerkannte Pflegeberatung
Rheinstraße 22
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Fotos: Felix Burandt

