
Wirtschaftliche Unsicherheit, geopolitische Spannungen und eine spürbare Investitionszurückhaltung haben das Jahr 2025 geprägt. Für viele Unternehmen war es eine Phase des Abwartens, für manche sogar des Rückschritts. Umso bemerkenswerter fällt der Blick auf die Entwicklung der Volksbank Krefeld eG aus. Die Genossenschaftsbank ist weiter gewachsen – und das deutlich. Stabilität und Wachstum waren in diesem Umfeld alles andere als selbstverständlich, sondern das Ergebnis einer vorausschauenden Steuerung und einer engen Partnerschaft mit Mitgliedern und Kunden. Gerade in bewegten Zeiten zeigt sich, wem die Menschen ihr Vertrauen schenken.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende um 8,6 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Noch stärker entwickelten sich die Kundeneinlagen, die um elf Prozent auf gut zwei Milliarden Euro zulegten. Auch das Wertpapiergeschäft profitierte vom anhaltenden Interesse vieler Anleger an einer strukturierten Vermögensplanung und wuchs um fast zwölf Prozent. Besonders deutlich wird die Position der Bank jedoch im Kreditgeschäft. Während sich der Gesamtmarkt eher verhalten zeigte, konnte die Volksbank ihre Kundenforderungen erneut spürbar steigern. Für Unternehmen, Bauherren und Investoren bleibt sie damit ein verlässlicher Finanzierungspartner in der Region.
Unter dem Strich steht ein Jahresüberschuss von knapp 6,8 Millionen Euro – wiederum mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig stärkt das Institut damit seine Kapitalbasis weiter und liegt komfortabel über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Für den Vorstandsvorsitzenden Stefan Rinsch ist das die Grundlage, um auch künftig investieren und Chancen nutzen zu können: „Wachstum ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer starken Marktposition, die sich aus Vertrauen, Leistungsfähigkeit und regionaler Verwurzelung speist.“ Diese Verwurzelung zeigt sich nicht zuletzt in der Zahl der Menschen, die hinter der Genossenschaft stehen. Fast 98.000 Kundinnen und Kunden und mehr als 41.500 Mitglieder tragen die Bank, über 1.200 sind allein im vergangenen Jahr neu hinzugekommen. Für Vorstand André Heiner ist das ein klares Signal: „Mitglied zu sein bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zuwerden und Verantwortung für die Region mitzutragen.“ Die Idee, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Nutzen miteinander zu verbinden, bleibe damit aktueller denn je.
Gleichzeitig verändert sich das Umfeld rasant. Der Mangel an Arbeits- und Fachkräften beschäftigt inzwischen nahezu alle Branchen. Auch Banken müssen sich intensiv damit auseinandersetzen, wie sie als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Die Volksbank setzt dabei auf Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung und moderne Arbeitsbedingungen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von rund 17 Jahren wertet der Vorstand als Beleg dafür, dass dieser Ansatz trägt. Dennoch werde man weiter investieren müssen, um Talente zu gewinnen und langfristig zu binden.

Ein weiterer Treiber des Wandels ist die Digitalisierung. Künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse und neue Plattformen eröffnen große Möglichkeiten, sorgen aber auch für Skepsis. Für Heiner ist klar, dass Technik den Menschen unterstützen soll – nicht ersetzen. „KI wird unsere Arbeitsweise verändern, aber sie bleibt ein Hilfsmittel. Entscheidend ist und bleibt die persönliche Beziehung zu unseren Kunden.“ Ziel sei es, durch effizientere Abläufe mehr Zeit für Beratung und individuelle Lösungen zu gewinnen.
Wie ernst die Bank dieses Zusammenspiel von digitaler Innovation und regionaler Präsenz nimmt, zeigt sich auch bei Investitionen in die Infrastruktur. Die modernisierte Geschäftsstelle in Uerdingen steht kurz vor der Fertigstellung und soll künftig ein Ort der Begegnung sein – mit zeitgemäßem Ambiente für Kunden ebenso wie für Mitarbeitende. Moderne Technik und persönliche Ansprache sollen hier Hand in Hand gehen.
Über das eigentliche Bankgeschäft hinaus engagiert sich die Volksbank weiterhin stark für das gesellschaftliche Leben vor Ort. Mit rund 374.000 Euro wurden im vergangenen Jahr 488 Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales und Sport unterstützt. Für Heiner ist dieses Engagement keine freiwillige Zugabe, sondern Teil der genossenschaftlichen DNA. Verantwortung für die Region zu übernehmen, bedeute auch, dort zu helfen, wo Unterstützung gebraucht werde.
Mit Blick auf die Zukunft richtet die Bank ihren Fokus zudem auf strukturelle Weichenstellungen. Die geplante Fusion mit der Volksbank Düsseldorf Neuss eG soll Kompetenzen bündeln, Effizienz steigern und Investitionskraft sichern. Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass Nähe und persönliche Betreuung erhalten bleiben. Größere Einheiten sollen nicht Distanz schaffen, sondern Stabilität und neue Möglichkeiten eröffnen.
So geht die Volksbank Krefeld mit solidem Fundament in das neue Jahr: wirtschaftlich robust, personell erfahren und mit einem klaren Verständnis ihrer Rolle. Gerade wenn Märkte schwanken und Orientierung gesucht wird, gewinnen Verlässlichkeit und regionale Verbundenheit an Bedeutung. Für viele Menschen ist die Bank deshalb mehr als ein Finanzdienstleister – sie ist ein vertrauter Partner, auf den man sich verlassen kann.
Fotos: Niklas Breuker & Volksbank Krefeld

