Fusion Dojo

Sportliche Stärke

Sensei Peter Kahle und Senpai Sejad, Standortleiter in Krefeld.

Karate ist nicht gleich Karate – es gibt verschiedene Formen. Bei Fusion Dojo wird „Kyokushin“ gepflegt, das als „stärkstes Karate“ gilt. Es ist Hobby und Sport – und zugleich ist es weitaus mehr. Es ist ein ganzheitliches System, das Selbstverteidigung mit einem körperlich intensiven Training kombiniert. Wer regelmäßig auf die Matte tritt, lernt, sich effektiv zu verteidigen, wird fit und hat jede Menge Spaß dabei. Das verspricht Peter Kahle, der Anfang Januar an der Krefelder Elbestraße seinen vierten Fusion Dojo-Standort eröffnet. Flächenmäßig ist es eine der größten Karateschulen in Deutschland.

Karate ist nicht nur gut für die körperliche Fitness, es steigert auch Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Es ist eine Geschichte mit Hollywood-Touch: Als Kind wurde Peter Kahle gemobbt. Es waren Jungs aus den höheren Klassen, die es auf den Erstklässler abgesehen hatten. „Meine Eltern dachten, es wäre eine gute Idee, mich einen Kampfsport lernen zu lassen“, erzählt der heute 40-Jährige. Er probierte zuerst Judo und dann Taekwondo aus. „Bei Karate blieb ich schließlich hängen. Das war genau das Richtige für mich.“ Nach einigen Monaten des Trainings sei er nicht mehr geärgert worden. „Die Mitschüler, die mich bislang gepiesackt hatten, ließen mich nun in Ruhe.“

Peter Kahle geht es natürlich nicht darum, körperliche Gewalt als Problemlösung zu propagieren. „Karate verhilft in erster Linie zu mehr Selbstbewusstsein.“ Für ihn und sein Team sei es wichtig, Werte wie Disziplin, Respekt und Freundschaft zu vermitteln. Gerade die Jüngsten profitierten durch „gezielte Mattengespräche“, in denen Themen wie Mobbing, Aggressionen und der Umgang mit fremden Erwachsenen intensiv behandelt werden. Und die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer schätzen es durchaus, wenn sie neben körperlicher Fitness und mentaler Stärke zusätzliche Ratschläge erhalten, wie sie sich in brenzligen Situation verhalten und im Ernstfall wehren können.

Seit Anfang Januar gibt es Fusion Dojo in Krefeld. Mit einem leerstehenden Möbelhaus an der Elbestraße hat Peter Kahle „eine perfekte Immobilie gefunden“, wie er sagt. Auf der ersten Etage stehen gewaltige 1.000 Quadratmeter zur Verfügung. Ins Auge fallen sofort die einzelnen Umkleidekabinen, wie man sie aus Bekleidungsgeschäften kennt. „Sie sorgen für ein Höchstmaß an Privatsphäre vor und nach dem Training“, so Peter Kahle. Etwa 600 Quadratmeter sind reine Trainingsfläche. „Größere Karate-Areale dieser Art sind mir zumindest in Deutschland nicht bekannt“, so der Kampfsportunternehmer mit schwarzem Gürtel. Der 3. Dan weist ihn als erfahrenen Meister aus, zudem ist er „Branch Chief“ für „Kyokushin Karate“, hat also eine führende Rolle in diesem Karatestil in Europa.

Wesentliche Merkmale der Variante sind realistische Kämpfe mit „Vollkontakt“. „Daher war dieser Karatestil früher vor allem bei Männern beliebt.“ Bei aller Härte: Schläge gegen den Kopf sind verboten. „Das macht den Kampfsport auch für Menschen in Führungspositionen so attraktiv“, sagt Kahle. Klar: Welche Chefärztin, welcher Top-Manager möchte schon mit blauem Auge herumlaufen? Inzwischen kommen immer mehr Frauen zu den Trainings. „Bei uns liegt ihr Anteil bei rund 40 Prozent.“ Auch Janina Kahle, Trägerin des schwarzen Gürtels, hatte ihren heutigen Ehemann Peter über den Sport kennengelernt.

Mittlerweile betreibt das Paar aus dem Kreis Mettmann vier Karateschulen unter dem Namen Fusion Dojo. Neben dem Hauptsitz in Haan, 2020 gegründet, und dem Krefelder Standort gibt es eine Niederlassung in Meerbusch-Osterath und eine in Düsseldorf-Urdenbach. 15 Trainerinnen und Trainer vermitteln die Techniken. „Eine weitere Eröffnung ist für September 2026 in Flingern geplant“, so Peter Kahle. Die Nachfrage ist enorm. In Krefeld verzeichnete man in den ersten Wochen bereits 100 Anmeldungen. Ob „Minis“ ab drei Jahren oder Senioren jenseits der 70, ob Anfänger oder alte Karate-Hasen – „bei uns sind alle willkommen“.

Dabei ist es Peter Kahle wichtig, dass der persönliche Kontakt nicht zu kurz kommt. „Wir arbeiten ausschließlich mit festen Trainerinnen und Trainern am jeweiligen Standort.“ An der Elbestraße ist Sejad Kekic Hauptansprechpartner. „Ich betreibe seit etwa 35 Jahren Kampfsport“, erzählt der 54-Jährige. In Krefeld leitet er das Trainerteam und kümmert sich auch um die Verwaltung. „Bei Probetrainings informiere ich gerne ausführlich über unsere Arbeit“, sagt er.

Wer es einmal ausprobieren möchte, nimmt am besten über die Homepage Kontakt auf. „Wir melden uns dann zeitnah“, sagt Peter Kahle.

Fusion Dojo
Elbestraße 31
47800 Krefeld
E-Mail: info@fusiondojo.de
fusiondojo.de

Fotos: Felix Burandt
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