etherTec Systems

Ein Vierteljahrhundert Krefelder IT-Service

Jean-Luc Penasse legte den Grundstein für sein Unternehmen vor 25 Jahren – als Abiturient.

IT-Infrastruktur bedeutet heute viel mehr als Kabel und PCs. Es geht um WLAN und Cloud Computing, um Backups und Cyber-Security. Informationstechnologien sind zur Basis von fast allem geworden – haben aber dabei nach wie vor eine dienende Funktion. Die IT muss laufen, damit Unternehmen sich in Ruhe ihrem Kerngeschäft widmen können. Genau das ist die Aufgabe des Krefelder Systemhauses etherTec — und das schon seit 25 Jahren.

Damals, im Jahr 2001, war gerade die „Dot-Com-Blase“ geplatzt und die späteren etherTec-Gründer Jean-Luc Penasse und Carsten Vogel standen kurz vor ihrem Abitur. Kennengelernt hatten sie sich ganz klassisch in der Informatik AG – und auch in der Freizeit gemeinsam an Computern herumgeschraubt. Durch Kontakte zu Kumpels, die bereits Unternehmer waren, kamen die beiden an ihren ersten Auftrag: Wartungsaufgaben für deren Firmenserver. „Damit wir dafür auch Rechnungen schreiben konnten, haben wir dann ein Gewerbe gegründet“, erinnert sich Jean-Luc Penasse. „Das war der Startschuss für etherTec.“

Da sich schnell herumsprach, dass Vogel und Penasse ein Händchen für Bits und Bytes haben, kamen sie bald zu einem zweiten Kunden – einem mittelständischen Stahlhandelsunternehmen, für das die Jungunternehmer das komplette Programm liefern durften: Website erstellen, Warenwirtschaft und Mails einrichten und ein Netzwerk konfigurieren. Vor dem kompletten Durchstarten wollten die beiden allerdings erst einmal etwas „Solides“ lernen. Jean-Luc Penasse entschied sich, Informatik in Krefeld zu studieren. Carsten Vogel studierte IT-Security an der Bochumer Ruhr-Universität. Nach dem Abschluss im Jahr 2008 konnten sie dann richtig durchstarten.

etherTec versteht sich als Infrastruktur-Anbieter, der seinen Kunden Rundum-sorglos-Pakete schnürt.

„Am Anfang war alles noch sehr hardware-lastig – viel analoger und anfassbarer. Dann wurde die IT Schritt für Schritt virtualisiert“, beschreibt Jean-Luc Penasse die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte. „Ab den 2010er Jahren gewann die Cloud dann immer mehr an Bedeutung. Daten wurden nicht mehr auf lokalen Servern, sondern auf externen Datenspeichern abgelegt.“ Da auch damals schon viele ihre sensiblen Daten nicht mehr auf Servern in den USA oder China ablegen wollten, rief etherTec eine eigene Cloud ins Leben, bei der die Daten Deutschland nicht verließen.„Für uns war das der Einstieg in ‚software as a service“, weiß Jean-Luc Penasse. „Inzwischen ist in der IT-Welt fast alles Software. Wer ein Terabyte Speicher auf einem Server buchen will, macht das mit ein paar Klicks auf dem Bildschirm. Die physische Reservierung findet hinter der Fassade statt. Der User sieht das nicht“, erläutert der IT-Experte. Der nächste Technologieschritt ist dann, Netzwerkekomplett per Software zu gestalten, was etherTec mit Hilfe seines in Chemnitz beheimateten Kooperationspartners Hylastix realisieren kann.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt seit einigen Jahren das Thema Internet Security. Hierzu bietet etherTec regelmäßig Schulungen für seine Kunden an, da Menschen nun mal das Haupteinfallstor für die Cyber-Angriffe sind. „Gerade bei großen Unternehmen gibt es für die IT-Sicherheit heute klare Vorgaben. Dazu verschicken Versicherungen schon mal einen zwanzigseitigen Fragebogen, bei dessen Ausfüllen wir gerne helfen“, erklärt der etherTec-Geschäftsführer.

Da Internet-Security heute ein elementarer Bestandteil der Firmen-IT ist, achten die etherTec-Experten darauf, diese gleich bei der Einrichtung der Software-Architektur zu integrieren. Aber auch dies ist für etherTec nur ein – wenn auch wichtiger – Baustein einer ganzheitlichen IT-Lösung. „Wir verstehen uns als Infrastruktur-Anbieter, der seinen Kunden ein Rundum-Sorglos-IT-Paket schnürt“, betont Jean-Luc Penasse. „Dazu gehören Hardware-Aufgaben wie die Planung der Verkabelung und der Serverschränke genauso wie das WLAN und die Netzwerkkonfiguration. Unsere Aufgabe reicht in der Regel bis zur Installation des Betriebssystems. Die Einrichtung von branchenspezifischer Software ist dann Kundensache.“

In dem Vierteljahrhundert, in dem sich etherTec mit IT-Systemen und Datensicherheit beschäftigt, haben sich Markt und Technik rasant verändert.

Mit der Einrichtung der Infrastruktur ist der etherTec-Service aber natürlich noch lange nicht vorbei. Software bleibt nicht stehen. Sie muss alle fünf bis sechs Jahre angepasst werden. Ohne aktuelle Updates funktioniert bald vieles nicht mehr. Dazu kommt das Onboarding neuer Teammitglieder, die einen Zugang zum Firmennetzwerk und oft auch eigene Hardware wie Laptop, Handy oder Telefon benötigen. „Das gleiche geht dann rückwärts, wenn jemand die Firma verlässt“, weiß Penasse. „Außerdem läuft auch im besten IT-Netzwerk nie alles glatt“, ergänzt er. „Da kann sich zum Beispiel jemand nicht einloggen oder die Mails gehen nicht raus. Für die schnelle Lösung von Kundenproblemen haben wir ein Helpdesk eingerichtet. Der Support läuft per WhatsApp, Mail oder Telefon – und arbeitet so schnell wie möglich an Lösungen.“

Die Herausforderung für ein Systemhaus wie etherTec ist es, eine IT-Infrastruktur zu schaffen, die ihreAufgaben im Hintergrund erfüllt. Darüber hinaus wissen Penasse und sein Team bewusst, dass IT eine Daueraufgabe ist. „Das wird sich auch durch KI vermutlich nicht ändern“, blickt der etherTec-Geschäftsführer in die Zukunft. „Natürlich arbeiten wir auch an diesem Thema, um KI für unsere Kunden bestmöglich nutzbar zu machen!“

etherTec Systems GmbH
Südwall 22
47798 Krefeld
Telefon: 02151-7477810
ethertec.net

Fotos: Lucas Coersten

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