Wenn aktuell über Konzerte berichtet wird, geht es meist um die massiv gestiegenen Eintrittspreise. Fans räumen entweder ihr Konto leer — oder bleiben fern. Wie schön, dass es die Oppumer Rock- und Oldienacht gibt: Seit ihrer Premiere im Jahr 1997 ist sie zu einer echten Kultveranstaltung gewachsen, die drei Generationen von Musikbegeisterten anzieht und bei einem Schleuderpreis von 22 Euro pro Ticket regelmäßig ausverkauft ist. Veranstalter Sven Gentkow war von Anfang an dabei — und zählt schon die Tage bis zur nächsten Ausgabe am 8. November.
Er ist zwar ein alter Hase im Geschäft, aber die Vorfreude ist Sven Gentkow ins Gesicht geschrieben: In fünf Monaten steigt die große Party, der Vorverkauf beginnt im Juli. Die Oppumer Rock- und Oldienachteht in die 27. Runde und kann auf ein echtes Stammpublikum zählen. Nachdem das Event in den drei Coronajahren von 2020 bis 2022 pausieren musste, riss man den Veranstaltern die Karten 2023 regelrecht aus den Händen. „Wir waren bereits nach drei Wochen im Sommer ausverkauft“, erinnert sich Gentkow stolz. „Ich höre die Leute immer wieder sagen: ,Die Oldienacht ist Kult — da geht man einfach hin!’“ Rund 90 Prozent seiner Gäste sind überzeugte Wiederholungstäter.
Wer einmal mitgefeiert hat, versteht den durchschlagenden Erfolg: Von der Bühne klingt es musikalisch kompetent und rockig, aber immer tanzbar, und im Auditorium herrscht eine entspannte, freundliche und gelöste Atmosphäre. Um die Stehtische im hinteren Bereich tummeln sich Cliquen, Vereine und Familien, vorn wird getanzt, mitgesungen und geklatscht, das Publikum ist bunt gemischt, feiert das Leben, sich selbst und dann die Musik. „In all den Jahren hat es niemals echte Probleme oder Handgreiflichkeiten gegeben. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes“, bestätigt Gentkow, der das Event mit einem eingespielten Team für den Förderverein Handballsport in Oppum 2015 e. V. ausrichtet. Ein breites Netzwerk an Unterstützern und Sponsoren erleichtert die Arbeit: Man weiß in Krefeld mittlerweile, dass die Oppumer Rock- und Oldienacht ein Selbstläufer ist.
Das gilt auch für die auftretenden Musiker. „Wer bei uns spielt, kann im Anschluss fest mit weiteren Buchungen in der Region rechnen. Das ist natürlich eine gute Verhandlungsbasis“, schmunzelt er. In diesem Jahr entern drei Krefelder Bands die Bühne des Zelts auf dem Oppumer Festplatz. Den Auftakt machen Fake, es folgen Sick’s Pack, die bereits zum zweiten Mal zu Gast sind, und den Abschluss bilden Dr. Bob, die neue Band des ehemaligen Lewinsky-Frontmanns Stephan Rittau. Eine Neuerung ist der zusätzliche Cateringstand im Zelt, ansonsten bleibt alles beim bewährten Alten, inklusive des entspannten Bierfässchenservices. Warum auch reparieren, was nicht kaputt ist?
Wer noch nicht da war, sollte den Vorverkauf nicht versäumen und sich rechtzeitig Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen sichern. Der Erlös fließt vollständig in die Jugendarbeit des TV DJK Krefeld-Oppum 1894/1922 e. V.
Samstag, 8. November, 19 – 1 Uhr
Festplatz Oppum an der Kronlandbrücke
VVK: 22 EUR
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Tel.: 0160 – 969 70 393
E-Mail: sven.gentkow@t-online.de
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Foto: TV DJK Oppum